Fructose – billiger Rohstoff

Fructose klingt nach gesunder Frucht, findet sich heute aber in hohen Mengen in erschreckend vielen Lebensmitteln wieder, die gar nicht mit Früchten assoziiert werden und in der Regel auch überhaupt keine Frucht enthalten. Wie ist das zu erklären?

Der wahrscheinlich grösste Anteil an Fructose, den wir täglich aufnehmen, stammt heute kaum noch aus gesunden Früchten. Wir nehmen stattdessen Fructose auf, wenn wir Schoko-Müesli, Vanille Pudding, Softdrinks oder allerlei Fertigprodukte konsumieren. Mit Frucht hat haben diese Produkte wenig zu tun. Insgesamt ist der Gehalt an Fructose, den der Mensch ursprünglich primär über Früchte aufnahm, dank der modernen Lebensmittelindustrie ins Masslose gestiegen und macht den Menschen heute krank.

In den 1970ern wurde in der amerikanischen Lebensmittelindustrie der Maissirup (High Fructose Corn Syrup oder kurz HFCS) als deutlich kostengünstigere Alternative zum Haushaltszucker entdeckt. Zum einen ist der HFCS um ca. ein Drittel günstiger als Haushaltszucker, zum anderen ist die Süsskraft höher und es wird weniger HFCS benötigt.

Zahlreiche Lebensmittelhersteller nutzen seither die reine Fructose, um ihre (Fertig-)Produkte und Getränke zu süssen. Mehr noch, um Lebensmittel gesünder aussehen zu lassen, schreiben viele Hersteller heute anstatt von Zucker Begriffe wie Fructose, Maissirup oder Fructosesirup auf die Zutatenliste ihrer Produkte. Das Wort Zucker ist gar nicht mehr zu finden. So täuschen beispielsweise besonders gesund anmutende Wellness Drinks (kohlensäurehaltige Kräuter-Erfrischungsgetränke) über ihren eigentlichen Zuckergehalt hinweg.

Die Entwicklung zeigt: Immer mehr reine Fructose, gleichzeitig aber auch schnelle Täuschung des Konsumenten.

Quelle: http://www.biomedizin-blog.de/de/maissirup–high-fructose-corn-sirup-hfcs-sehr-oft-ein-versteckter-zucker-in-lebensmitteln-wp261-253.html

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